Bayrisch Übersetzer – Die 20 wichtigsten Vokabeln

Der bayerische Dialekt ist fast schon eine Sprache für sich. Der melodische Singsang mit dem rollenden „R“, den verschluckten Vokalen und Endungen und dem französischen Einschlag ist nicht immer auf Anhieb für jeden verständlich. Gern kommt es zu manchen unfreiwilligen, teilweise auch amüsanten Missverständnissen. Der Bayrisch Übersetzer hilft!

Was meint der nur? – Viel Spaß auf Bayrisch!

Auf dem OKtoberfest Bayrisch lernen - Vom Trinkspruch bis zur Lebkuchen Herzaufschrift

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Was ist ein Haferl, was ein Guadl? Wer das erste Mal in Bayern ist, zuckt bei diesen Worten hilflos mit den Schultern. Es bedarf ein wenig Geduld, sich hineinzuhören in den bayerischen Dialekt. Viele Wörter bestehen nur aus einem einzigen Konsonanten, und kaum einer kommt bei der Aussage „Z Minga“ von sich aus auf die Idee, das damit „in München“ gemeint ist. Natürlich darf auch Hochdeutsch oder Englisch gesprochen werden, aber viel mehr Spaß bringt es, ein paar bayerische Vokabeln zu beherrschen.

Bayerische Vokabeln rund ums Essen

  • Wer auf dem Oktoberfest einen Kaffee bestellen möchte, verlangt nach einem „Haferl“ oder „Kaffeehaferl“ und bekommt sodann einen Becher Kaffee serviert.
  • Nach dem Essen trinkt man gern eine „Obstler“, einen Obstbrand.
  • Mit „Zwullsuppn“ ist eine klare Brühe mit Einlage gemeint, wen ein „Krautwickerl“ lockt, bekommt eine Kohlroulade auf den Teller, wer sich für „Gickerlhax“ entscheidet, eine knusprige Hähnchenkeule, während beim „Hendl“ gleich ein ganzes Grillhähnchen auf dem Teller landet.
  • „Radi“, „Radieserl“ und „Gagumma“ sind Rettich, Radieschen und Gurken, die mit Salz zu Brez’n (Brezeln) oder Semmeln gereicht werden.
  • Eine „Rohrnudel“ ist ein süßes Hefe- oder Schmalzgebäck, genauso wie die „Hollerkücherl“.
  • Ein antialkoholisches Getränk ist die „Kracherl“, die Brause bzw. Limonade mit Kohlensäure.
  • Ein „Keil“ bezeichnet ein großes Stück Brot, das „Rankerl“ hingegen ein kleines.

Bayrisch Übersetzer für Zwischenmenschliches

  • Man begrüßt sich mit „Grüß Gott“ und verabschiedet sich nach einem gemütlichen Beisammensein mit einem herzlichen „ Pfiat di“ oder „Pfiat Eahna“.
  • Viel Spaß auf Bayrisch hat man mit einer „Mords Gaudi“. Gute Laune drückt man auch mit dem Wort „zünftig“ aus. Wenn sich jemand schlecht benimmt, darf er sich über die Bezeichnung „Lackerl“ nicht wundern und wird dann auch gern als „narrisch“ betitelt.
  • Wird man nach einem „Fuchzgerl“ gefragt, so ist damit ein Fünfzig-Cent-Stück gemeint. Achtung: Die ähnlich klingende Bezeichnung „Fuchzger“ meint einen Fünfzig-Euro-Schein!
  • Am Ende des Oktoberfestbesuches fährt man mit der „Tram“, der Straßenbahn, nach Hause.

Zu guter Letzt

„Mei“ oder „ja mei“ ist übrigens eines der Universalworte der bayerischen Sprache. Je nach Betonung drückt es Erstaunen, Bedauern, Kritik oder Freude aus. Man kann damit also Zusammengehörigkeit ausdrücken und nicht viel falsch machen!