Oktoberfest in Deutschland:
Das Fest wird nicht nur in München veranstaltet
Ganz Deutschland ist mittlerweile im Oktoberfest Fieber. Von Norden nach Süden, von Westen nach Osten wird zum Herbstanfang ordentlich gefeiert. Dabei vermischen sich die Traditionen.
Original oder Fälschung?
Ohne Zweifel hat das echte Oktoberfest seinen Ursprung und seinen Stammsitz in München. Hier ist die Tradition, aus der heraus sich das Volksfest entwickelt hat, gegenwärtig. Hier sind bayerische Spezialitäten beheimatet, hier ist auch die Blasmusik zu Hause, aus diesen Regionen stammen die typisch bayerischen Trachten. Es ist also ein sehr authentisches Fest.
Andere Städte, die mit Oktoberfest in Deutschland werben, ahmen ein Teil dieser Tradition nach. Sie lassen aber auch eigene regionale Besonderheiten mit einfließen. Statt des bayerischen Weizenbieres wird zum Beispiel beim Oktoberfest Köln das regional gebraute Gaffel ausgeschenkt. Dies ist aber nur ein Beispiel.
Einige Oktoberfeste in anderen Städten erinnern mehr an das Ballermann-Konzept: lautes Feiern um des Feierns wegen. Mit Tradition hat das leider überhaupt nichts mehr zu tun. Hier hat die Bezeichnung Oktoberfest eigentlich nur wegen des Zeitraums Berechtigung.
Kritikpunkte – eine Brezel macht noch kein Oktoberfest in Deutschland
Manchmal fragt man sich, was eine bayerische Krachlederne oder ein Dirndl in Norddeutschland, auf dem Oktoberfest Wittlich oder in Berlin zu suchen hat. Im Grunde wird damit nur eine gewöhnliche Kirmes aufgewertet, auf der ein bisschen Laugengebäck und Sauerkraut aufgetischt wird, so dass sie sich Oktoberfest nennen darf.
Dies soll natürlich die Freude am Feiern nicht schmälern. Und wem die Reise nach München zu weit oder zu umständlich ist, wird sicherlich gern die Gelegenheit wahrnehmen, in einer Stadt in seiner Nähe ein bisschen Oktoberfeste-Flair schnuppern zu können. Dass es sich nicht um das Original handelt, wird einem spätestens dann klar, wenn der typisch bayerische Dialekt fehlt oder die Weißwurst mit Besteck gegessen wird.
