Theresienwiese –

Vom Pferderennen zum größten Volksfest der Welt

Was Anfang des 19. Jahrhunderts mit einem Pferderennen zu Ehren der königlichen Hochzeit begann, hat sich im Laufe von zweihundert Jahren zu einem internationalen Treffpunkt von Menschen jeden Alters entwickelt.

Die Geschichte der Wiesn

Von den Münchenern liebevoll als „Wiesn“ bezeichnet, ist die Theresienwiese eine 42 Hektar große Freifläche, auf der 1810 das bayerische Prinzenpaar Ludwig I. und Therese von Sachsen-Hildburghausen ihre Hochzeit feierten. Ihnen zu Ehren fand am 17. Oktober 1810 das erste Pferderennen dort statt. Seitdem werden auf dem nach der Prinzengemahlin benanntem Platz in regelmäßigen Abständen immer aufwändigere Volksfeste gefeiert.

Theresienwiese, Treffpunkt für jung und alt

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Die ersten Karussells wurden 1818 für diese Anlässe aufgestellt, 1896 kamen Bierzelte hinzu. Inzwischen ist die Wiesn auch zum Schauplatz für Zirkusveranstaltungen, Konzerte, Landwirtschaftsmessen und das Tollwood-Festival geworden. Die mittlerweile berühmteste und beliebteste Großveranstaltung ist jedoch das jährlich stattfindende Oktoberfest mit wachsendem Besucherstrom.
Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten rund um die Theresienwiese sind im Westen die Ruhmeshalle mit der Bavaria sowie im Norden die St. Pauls-Kirche.

Theresienwiese – Gute und schlechte Zeiten

Die Theresienwiese wurde in vergangenen Zeiten nicht nur zu fröhlichen sondern auch zu politischen Anlässen besucht. 1918 war sie Ort der Kundgebung gegen den ersten Weltkrieg. Im Jahr darauf kam es zu Demonstrationen im Zuge der Errichtung der Münchener Räterepublik. 1938 ließ Adolf Hitler dort unter 500.000 Anhängern seinen Sieg gegen Österreich feiern. 1980 kam es während des Oktoberfestes zu einem der größten Bombenattentate in der Geschichte Deutschlands mit zahlreichen Verletzten und Todesopfern. Seit 2008 steht am Haupteingang, dem Ort des Anschlags, ein Denkmal, an dem jährlich am 26. September der Opfer gedacht wird.