Trachten – Bayern kleidet sich mit Dirndl und Lederhosen ein

Die Bayerische Landestracht besteht aus Lederhosen für die Herren und Dirndl-Kleidern für die Damen. Je nach Region zeichnen sich dabei feine Unterschiede ab.

Historische Kleidung

Trachtenmode von Damen und Herren

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Entstanden sind die meisten Trachten bereits im 15. Jahrhundert. Sie stellten die Zusammengehörigkeit bestimmter Bevölkerungsgruppen oder Berufsgruppen heraus.
Die Volkstracht symbolisiert heute noch regionale Verbundenheit. Traditionell gibt sie außerdem Auskunft über die soziale, persönliche und wirtschaftliche Stellung innerhalb der Gemeinschaft. Von der Hochzeits-Tracht über die Festtags-Tracht bis hin zur Trauer-Tracht gibt es verschiedene Spielarten.

Was gehört überhaupt zur Tracht?

Für Männer besteht die Tracht aus einem besonderen Hemd mit Krawatte oder Seidentuch. Dazu trägt wird eine Weste oder Kurzjacke getragen, die so genannte Joppe, die mit Ehrennadeln, Abzeichen oder Broschen geschmückt ist. Die kurze Lederhose oder Knickerbocker wird mit sichtbaren Hosenträgern getragen. Dazu gehören Kniestrümpfe aus Wolle. Zur richtigen Trachtenausrüstung gehört außerdem ein seitlich getragenes Messer mit Horngriff.
Frauen tragen ein Dirndl mit Stickereien und kunstvollen Verzierungen. Sie schmücken sich mit Ketten, Halsbändern und Ohrringen. Dazu gehören die Haferl Schuhe.
Frauen wie Männer tragen als Kopfbedeckung Hüte mit unterschiedlichem Hutschmuck wie Gamsbart, Federn oder Abzeichen.
Die sechs bekanntesten Trachten in Bayern sind die Miesberger, Werdenfelser und Berchtesgadener Tracht, sowie die Inntaler, Isarwinkler und Chiemgauer Tracht

Trachten auf dem Oktoberfest

Auf dem Wiesnfest wird die typische bayerische Volkskleidung heutzutage natürlich beim Einzug der Wiesn-Wirte getragen sowie bei den Trachtenumzügen.
Trachten sind ansonsten eher Show denn typisch bayerische Kleidung. Sie sind aber ein großer Spaß für die Touristen. So ist in den letzten Jahren eine wahres „Trachtenfieber“ unter den Oktoberfest-Touristen ausgebrochen. Nicht einheimische Besucher sind daher an den Trachten besonders schnell zu erkennen.